Aging Anxiety: Fear of Getting Older May Speed Up Biological Aging, Study Finds

by Grace Chen
  1. Startseite
  2. Wissen

Uns auf Google folgen

Forscher der New York University entdecken: Angst vor dem Altern beschleunigt das biologische Altern. Besonders die Gesundheitssorgen haben einen starken Einfluss.

New York – Wer sich intensiv mit dem Älterwerden beschäftigt, könnte schneller altern. Eine aktuelle Untersuchung von Wissenschaftlern der New York University (NYU) zeigt messbare Anzeichen einer beschleunigten biologischen Alterung bei Frauen, die Angst vor dem Altern haben. Die Forscher analysierten die Daten von 726 Frauen, die Teil der US-amerikanischen Langzeitstudie „Midlife in the United States“ (MIDUS) sind, die seit 1995 durchgeführt wird.

Wissenschaftler der NYU haben einen überraschenden Zusammenhang entdeckt: Je größer die Altersangst, desto schneller schreitet die biologische Alterung voran. (Symbolbild) © Thomas Trutschel/Imago

Die Teilnehmerinnen äußerten, in welchem Ausmaß sie sich Sorgen über nachlassende Gesundheit, abnehmende Attraktivität und sinkende Fruchtbarkeit machen. Gleichzeitig untersuchten die Wissenschaftler Blutproben mit sogenannten epigenetischen Uhren, modernen Methoden, die das biologische Alter des Körpers anhand von Veränderungen in der Genaktivität bestimmen. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Psychoneuroendocrinology auf Sciencedirect veröffentlicht.

Angst vor dem Altern lässt den Körper schneller altern – das zeigt eine neue Studie

Das Resultat ist klar: Je größer die Angst vor dem Altern, desto schneller schreitet die biologische Alterung voran. Besonders deutlich zeigte sich dieser Zusammenhang bei der Sorge um die eigene Gesundheit, wie etwa der Angst vor Krankheiten oder körperlichem Abbau. Laut Kurier hatten Ängste bezüglich nachlassender Attraktivität oder Fruchtbarkeit hingegen keinen signifikanten Einfluss auf die epigenetischen Marker. 

„Altersangst ist nicht nur ein psychologisches Problem, sondern könnte Spuren im Körper hinterlassen und echte gesundheitliche Folgen haben“, erklärt Mariana Rodrigues, Doktorandin an der NYU School of Global Public Health und Hauptautorin der Studie, im Fachmagazin Science Daily. Frauen stehen unter besonderem gesellschaftlichen Druck: Schönheitsideale, Sorgen um die Fruchtbarkeit und oft auch die Pflege älterer Angehöriger belasten sie zusätzlich. Wer bei anderen Menschen Alter und Krankheit beobachtet, fragt sich unweigerlich, ob einem selbst dasselbe bevorsteht, so Rodrigues.

„Altersangst ist nicht nur ein psychologisches Problem“: Studie entdeckt körperliche Folgen

Adolfo Cuevas, Professor an der NYU School of Global Public Health und Seniorautor der Studie, hebt die Relevanz der Ergebnisse hervor: „Unsere Forschung identifiziert Altersangst als einen messbaren und veränderbaren psychologischen Faktor, der die Altersbiologie zu formen scheint.“

Die Studie weist jedoch Einschränkungen auf: Sie betrachtet nur einen einzigen Zeitpunkt und kann daher keine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung nachweisen. Zudem könnten bestimmte Verhaltensweisen, die mit Angst verbunden sind, wie Rauchen oder Alkoholkonsum, den Zusammenhang zumindest teilweise erklären. Laut ScienceDaily verlor der Effekt an statistischer Bedeutung, sobald diese Faktoren herausgerechnet wurden. Die Wissenschaftler fordern daher weitere Langzeitstudien. Eine andere Studie zeigt, wie sich das Leben in Zukunft verlängern könnte. (Quelle: Sciencedirect, ScienceDaily) (kiba)

You may also like

Leave a Comment